Jobportraits

 

Hanspeter Schlatter

Teamleiter bei der SBB-Infrastruktur

Wo arbeiten Sie und was ist dort Ihre Aufgabe?
Ich arbeite bei der SBB-Infrastruktur in Bern-Wankdorf im Bereich „Sicherungsanlagen“. Dort bin ich seit 2011 Teamleiter. Wir erstellen hauptsächlich Sicherheitspläne, Sicherheitsnachweise und Risikoanalysen vorwiegend im Bereich der Stellwerkanlagen und Zugsicherung/Zugbeeinflussung und unterstützen auch andere Fachbereiche bei Sicherheitsplänen und -nachweisen sowie Risikoanalysen.

Was haben Sie letzte Woche in Ihrem Job gemacht? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Anfangs Woche hat ein neuer Mitarbeiter begonnen, nun ist das Team wieder vollzählig. Es besteht aus 9 internen und 2 externen Mitarbeitern. Daher bestand ein beachtlicher Teil der Woche aus Einarbeitung des neuen Mitarbeiters. Dann standen einige Zwischenbesprechungen (formelle Halbjahresbesprechung im Rahmen der Personalbeurteilung) mit anderen Mitarbeitern an, viele Spontanbesprechungen zu konkreten Fragen bei Risikoanalysen etc. etc.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
Die Arbeit mit dem Team, alles motivierte, sehr gut gebildete junge Frauen und Männer (28 bis 38), macht grosse Freude. Wir leisten einen Beitrag zur Bahnsicherheit generell, konkret auch für die neue Gotthardlinie. Die Themen sind spannend und vielseitig, immer wieder tauchen neue Problemstellungen auf.

Was hat Sie dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
Die Studiumwahl damals anfangs 80er Jahre hat mit der heutigen Tätigkeit praktisch nichts zu tun. Was bei beidem – dem Studium damals und dem Job heute – gleich ist, ist die grosse Breite der Fragestellungen, die Tätigkeit als Generalist. Die Studienwahl damals war v.a. verbunden mit der Ingenieurtätigkeit verbunden mit der Natur/Umwelt und der Freude an Landkarten. 

Wie sah Ihr bisheriger Werdegang in Ausbildung und Beruf aus ?
Nach dem Studium war ich 3 Jahre an der ETH Assistent (Institut für Baustatik und Konstruktion, IBK), da wurde ich von Prof. J. Schneider mit dem „Risikovirus“ angesteckt – seither arbeite ich im Bereich Sicherheit/Risiko. Es folgen zweimal 5 Jahre in Ingenieurbüros im Raum Zürich, die sich mit Sicherheitsfragen befassten. Seit 2002 bin ich bei der SBB. Nachdiplomkurse oder weitere Ausbildungen habe ich keine gemacht – von der Offiziersausbildung während des Studiums einmal abgesehen :)

Wie sind Sie zu Ihrem jetzigen Job gekommen und was hat Ihnen dabei besonders geholfen?
Da war viel Glück und Zufall dabei. Die erwähnte Assistenzzeit war sicher sehr prägend, und auch die Arbeit in Ingenieurbüros in der „freien Marktwirktschaft“ war zweifellos eine gute Voraussetzung. Dass ich nach Bern gekommen bin und nun bei der SBB arbeite, hatte einen privaten Auslöser.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind nach Ihrer Meinung hilfreich für den Ingenieurberuf?
Eine „minimale Freude“ an Mathematik ist zweifellos nützlich, vernetztes Denken, Neugierde, Suche nach kausalen Zusammenhängen, etwas bewirken wollen …

Nennen Sie bestimmte Meilensteine und Highlits in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn
- Erster Vortrag an einer Tagung über Risiko/Sicherheit (2001 in Malta, in englisch)
- theoretische Entwicklung und praktische Umsetzung einer Brand- und Chemieortungsanlage für die Eisenbahn (2002 bis 2006), Präsentation dieser Arbeit u.a. an Tagungen in Duisburg (2004) und Turin (2006).
- Übernahme der Teamleitung vor 4 Jahren

Welche Tipps geben Sie einem Schüler, der sich für ein Geomatikstudium interessiert?
Möglicherweise hat das „Kultistudium“ mit dem heutigen Geomatikstudium nur noch recht wenig gemeinsam. Die ganze EDV, die es damals praktisch noch nicht gab und die mich nur sehr wenig interessiert, macht heute wohl einen wichtigen Pfeiler aus. Es sind mehr die generellen Sachen wie oben erwähnt: Freude an Mathematik und Geometrie, vernetztes Denken, Neugierde, Suche nach kausalen Zusammenhängen …

Alle Portraits:

Jörg Amsler

ehem. Leiter Fachbereich Meliorationen Bundesamt für Landwirtschaft

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Steffi Chroust

Geomatikingenieurin FH

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Gabriel Flury

Geomatikingenieur Ingenieurvermessung

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Petra Hellemann

Expertin Meliorationen, Bundesamt für Landwirtschaft

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Klara Hunger

Projektleiterin Abteilung Raum und Verkehr

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Lukas Hurni

Geomatikingenieur FH

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Dr. Alex Kohli

Geschäftsführer und Leiter internationaler Projekte

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Madeleine Manyoky

Doktorandin an der ETH Zürich

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Prof. Dr. Stephan Nebiker

Professor an der FHNW

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Stefan Osterwalder

Geometer und Geschäftsführer eines Ingenieurbüros

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Martin Probst

Geschäftsleitungsmitglied + Leiter LIS/GIS

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Nicole Romer

Projektleiterin in der Ingenieurvermessung bei der Corrodi Geomatik AG

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Dr. Claudia Röösli

Swiss Space Center

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Martin Rub

Geomatikingenieur ETH Projektleiter Ing.Vermessung

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Maurizio Scaramuzza

Head DNS Expert Team bei Skyguide

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Hannes Schneebeli

Leiter Infrastruktur Glattalbahn

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Hanspeter Schlatter

Teamleiter bei der SBB-Infrastruktur

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Dr. Fridolin Wicki

Direktor Bundesamt für Landestopografie

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