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Jobportraits

 

Stefan Osterwalder 

Geometer und Geschäftsführer eines Ingenieur- und Vermessungsbüros

Wo arbeiten Sie und was ist dort Ihre Aufgabe?
Ich arbeite seit 21 Jahren bei Osterwalder, Lehmann – Ingenieure und Geometer AG (OLIG) als Geschäftsleiter, seit 16 Jahren als Eigentümer. Meine Tätigkeit umfasst neben den eigentlichen Tätigkeiten der Geschäftsführung wie Personal- und Versicherungswesen, Finanzen, Auftragsakquisition auch fachspezifische Themen im Projektbereich. Da ich für die Fachbereiche Vermessung, Geoinformatik, Planung und Umwelt sowie Baupolizei verantwortlich zeichne, sind es daher logischerweise Fragestellungen aus diesem Sektor. Beispielsweise Wasserbau, Natur- und Moorschutz, die Bearbeitung von Quartier- und Gestaltungsplänen, von Gebührenverordnungen, Antragstellungen an Gemeinderäte oder technische Beratung unserer Projektbearbeiter.

Was haben Sie letzte Woche in Ihrem Job gemacht? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Letzte Woche war ich viel an diversen Anlässen als Unternehmer unterwegs, wo vor allem das Networking im Vordergrund stand. Daneben hatten wir im Kanton eine Veranstaltung der Fachverbände, die ich als Präsident der Sektion organisierte. Im fachlichen Bereich nahm ich an der Projektlancierung des ÖREB-Katasters teil, da drei unserer Mandatsgemeinden im 2016 dieses Projekt umsetzen. Einen wichtigen Punkt bildete die Offerteingabe als Betreiber dieses Katasters, die im Rahmen einer Submission vergeben werden.
Mein Arbeitsalltag ist entsprechend sehr vielseitig.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
Ich mag besonders den Kontakt mit meinen MitarbeiterInnen und unseren Kunden. Die Umsetzung von Fragestellungen in unserem dicht regulierten Umfeld zu praktikablen und umsetzbaren Lösungen ist herausfordernd und spannend. Nicht zuletzt schätze ich aber auch nach wie vor den Bezug zu der Tätigkeit draussen, sei es in der Beratung vor Ort oder auch in der Projektbegleitung im Rahmen einer Gleisvermessung. Einsätze als Projektleiter sind mittlerweilen selten, da diese sehr zeitintensiv sind und entsprechend zulasten anderer Aufgaben führen.

Was hat Sie dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
Ich habe schon früh meine Liebe zu Boden und Wasser entdeckt, was mich in der Berufswahl vom Forstingenieuren zum Agronomen und schliesslich zum Kulturingenieuren geführt hat.

Wie sah Ihr bisheriger Werdegang in Ausbildung und Beruf aus ?
Bereits während dem Studium habe ich praktische Erfahrungen gesammelt und habe regelmässig im Bereich der amtlichen Vermessung und Bauvermessung gearbeitet. Im Rahmen eines Studentenaustausches in Norwegen kam ich intensiv mit Fotogrammetrie und Bodenkartierung mit GIS als Arbeitsmittel in Berührung.
Nach dem Studienabschluss wollte ich unbedingt im Bereich Wasser und Renaturierung arbeiten und habe mir eine entsprechende Stelle gesucht. Mein nächstes Ziel war das Geometerpatent, weshalb ich die Stelle gewechselt habe und dann vor allem im Planungsbereich/Baurecht und daneben in der Vermessung tätig war. Schliesslich kam ich zur heutigen Firma wo ich zu Beginn als Projektleiter im Gemeindeingenieurwesen und Geometer tätig war, bevor ich zunehmend Führungsaufgaben übernahm.

Wie sind Sie zu Ihrem jetzigen Job gekommen und was hat Ihnen dabei besonders geholfen?
Es war eine logische Entwicklung. Ich habe letztmals die Stelle gewechselt mit dem Ziel meinen in Pension gehenden Vorgänger abzulösen. Die Firmengründung erfolgte 5 Jahre später. 

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind nach Ihrer Meinung hilfreich für den Ingenieurberuf?
Eine gut fundierte Ausbildung, strukturelles Denken und zuhören können, das ist bereits eine wertvolle Basis.

Verraten Sie uns Ihr Motto/Lebensphilosophie?
Ich bin ein genügsamer und ausgeglichener Mensch, der immer das Positive sieht. Die Massstäblichkeit, dh. die Werteinordnung im Gesamtkontext ist mir ebenfalls wichtig. Kraft und Ausgleich bietet meine Grossfamilie. Ich lebe bewusst und gerne.

Nennen Sie bestimmte Meilensteine und Highlights in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn:
Meilensteine sind sicher die jeweiligen Abschlüsse Diplom, Geometerpatent, mein Nachdiplomstudium eMBA, daneben aber auch die Firmengründung verbunden mit dem kontinuierlichen Wachstum. Ich freue mich aber auch an jedem kleineren Erfolg der Firma oder unseren MitarbeiterInnen.

Welche Tipps geben Sie einem Schüler, der sich für ein Geomatikstudium interessiert?
Sich sofort für den Studiengang einschreiben. Es ist ein wunderbarer Beruf, vielseitig, zwar technisch geprägt, aber auch mit Spielraum für kreative Lösungen, anspruchsvoll, mit einer idealen Ausgewogenheit von Feld- und Büroarbeit.

Alle Portraits:

Urs Brichmeier

Raumentwicklung und Infrastruktursysteme ETH (MSc)

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Jörg Amsler

ehem. Leiter Fachbereich Meliorationen Bundesamt für Landwirtschaft

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Steffi Chroust

Geomatikingenieurin FH

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Gabriel Flury

Geomatikingenieur Ingenieurvermessung

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Petra Hellemann

Expertin Meliorationen, Bundesamt für Landwirtschaft

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Klara Hunger

Projektleiterin Abteilung Raum und Verkehr

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Lukas Hurni

Geomatikingenieur FH

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Dr. Alex Kohli

Geschäftsführer und Leiter internationaler Projekte

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Madeleine Manyoky

Doktorandin an der ETH Zürich

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Prof. Dr. Stephan Nebiker

Professor an der FHNW

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Stefan Osterwalder

Geometer und Geschäftsführer eines Ingenieurbüros

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Martin Probst

Geschäftsleitungsmitglied + Leiter LIS/GIS

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Nicole Romer

Projektleiterin in der Ingenieurvermessung bei der Corrodi Geomatik AG

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Dr. Claudia Röösli

Swiss Space Center

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Martin Rub

Geomatikingenieur ETH Projektleiter Ing.Vermessung

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Maurizio Scaramuzza

Head DNS Expert Team bei Skyguide

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Hannes Schneebeli

Leiter Infrastruktur Glattalbahn

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Hanspeter Schlatter

Teamleiter bei der SBB-Infrastruktur

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Dr. Fridolin Wicki

Direktor Bundesamt für Landestopografie

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