Deutsch
English
Français
 
 
 

Jobportraits

 

Martin Rub

Geomatikingenieur Ingenieurvermessung

Das Studium als Geomatik­ingenieur war kein Zufall. Schon im Rahmen seiner Maturarbeit hatte sich Martin Rub mit Satellitennavigation befasst. Thema seiner Abschlussarbeit an der ETH Zürich war dann ein terrestrischer Laserscanner für die konti­nuierliche Überwachung von Schneehöhen. Nach dem Stu­dium leistete er einen sechs­monatigen Einsatz in einer fin­nischen Messstation für die Kalibrierung von hochpräzisen Distanzmessgeräten. Und an seiner jetzigen Stelle entwickelt er ein flexibel einsetzbares Monitoring-System für die Überwachung von Naturgefahren, Baugruben, Staudämmen und Tunnel.

Seit 9 Jahren arbeitet Martin Rub im zehnköpfigen Team für Ingenieurvermessung bei einem Unternehmen, das im In- und Ausland bekannt ist für seine spezialisierten Geomatikdienstleistungen. «Ich habe mich bewusst für die Ingenieurvermessung entschieden», erzählt der junge Geomatikingenieur. «Ich gehöre zu denen, die gerne auch mal ins Feld gehen oder sonst praktisch arbeiten.» Aus diesem Grund schlug er das Angebot aus, an der ETH Lausanne im Bereich Laserscanning eine Doktorarbeit zu verfassen, denn er habe sich nicht so früh in seiner Laufbahn auf ein so eng spezialisiertes Gebiet festlegen wollen.

In seinem Team erfüllt Matin Rub verschiedene Funktionen. So übernimmt er immer wieder konkrete Aufgaben bei der Erhebung von Daten im Feld oder bei der Analyse und Bearbeitung von Geoinformationsdaten, wenn es bei Projekten zu Engpässen kommt. In besonders angenehmer Erinnerung wird ihm bestimmt der dreiwöchige Einsatz auf den Bahamas bleiben: Ein zweiköpfiges Team machte dort im Umfeld von vier Flughäfen Vermessungen von Flughafeninfrastrukturen und möglichen Flughindernissen, die für die Herstellung von Flughinderniskarten benötigt wurden. Seine Haupttätigkeit ist allerdings die Entwicklung eines Überwachungssystems, das flexibel für die Bedürfnisse der Kundschaft einsetzbar ist. Zusammen mit Software-Entwicklern, Hardware-Lieferanten und Kommunikations-Spezialisten werden Spezifikationen für die Technologie geschrieben. Gewisse Komponenten konnten selber konzipiert und in Kleinserien gebaut werden. Weiter ist er Produkt Manager für Mobile Mapping Lösungen. Mit Fahrzeugen, die mit Kameras und Laserscanner ausgerüstet sind, werden Strassenkorridore und Tunnel detailreich und hoch genau erfasst. Daraus entstehen Plangrundlagen für Neubauten und Sanierungen.

Martin Rub hat für die Entwicklungsarbeit weitgehend freie Hand. Gefordert sind Vorstellungsvermögen und Kreativität. «Aufgrund bisheriger Projekten leite ich potentielle Einsatzmöglichkeiten für das Monitoring-System ab und lege die entsprechenden Spezifikationen fest», erklärt der Geomatikingenieur sein Vorgehen. «Über unsere Partnerfirmen beschaffe ich mir dann die nötigen Sensoren und teste sie. Dabei ist auch der Stromverbrauch ein wichtiges Kriterium, denn oftmals werden die Anlagen mit Solarstrom betrieben, z.B. bei der permanenten Überwachung eines abbruchgefährdeten Felsgebiets.»

Martin Rub zieht eine grosse Befriedigung aus der vielfältigen Arbeit: «Ich beeinflusse die Ausrichtung und das Tempo der Entwicklung mit meiner täglichen Arbeit – ob das Produkt vorwärts kommt und ob es letztlich erfolgreich ist, hängt weitgehend von einem kleinen Team ab.» Ebenfalls zu seinen Aufgaben gehört nämlich die Akquisition: Er stellt das System potentiellen Kunden vor, besucht Messenund hat dadurch den grossen Vorteil, dass er ständig über die aktuellsten Bedürfnisse an der Kundenfront informiert ist.

Zusammen mit einem 2-jährigen Master-Studium of Advanced Studies in Innovation Engineering konnten die Anforderungen der Innovationsförderung im Betrieb und in der täglichen Arbeit geschärft werden. Im Rückblick hat er ganz klar die richtige Berufswahl getroffen. Ihm liegt die Ingenieurvermessung, und er schätzt vor allem die Vielseitigkeit von Einsatzmöglichkeiten, die sein Arbeitgeber ihm bieten kann. «Ich kann ab und zu ins Feld, ich kann Internationale Projekt betreuen, wir können eigene Innovationsideen umsetzen und Kunden betreuen. Ich habe aber auch sehr technische Abklärungen zu treffen und selbst mit Geologie hat meine Arbeit sehr viel zu tun, denn ich muss wissen, wie Steinschlag entsteht oder wie sich Gletscher bewegen.»

Alle Portraits:

Urs Brichmeier

Raumentwicklung und Infrastruktursysteme ETH (MSc)

Mehr erfahren »

Jörg Amsler

ehem. Leiter Fachbereich Meliorationen Bundesamt für Landwirtschaft

Mehr erfahren »

Steffi Chroust

Geomatikingenieurin FH

Mehr erfahren »

Gabriel Flury

Geomatikingenieur Ingenieurvermessung

Mehr erfahren »

Petra Hellemann

Expertin Meliorationen, Bundesamt für Landwirtschaft

Mehr erfahren »

Klara Hunger

Projektleiterin Abteilung Raum und Verkehr

Mehr erfahren »

Lukas Hurni

Geomatikingenieur FH

Mehr erfahren »

Dr. Alex Kohli

Geschäftsführer und Leiter internationaler Projekte

Mehr erfahren »

Madeleine Manyoky

Doktorandin an der ETH Zürich

Mehr erfahren »

Prof. Dr. Stephan Nebiker

Professor an der FHNW

Mehr erfahren »

Stefan Osterwalder

Geometer und Geschäftsführer eines Ingenieurbüros

Mehr erfahren »

Martin Probst

Geschäftsleitungsmitglied + Leiter LIS/GIS

Mehr erfahren »

Nicole Romer

Projektleiterin in der Ingenieurvermessung bei der Corrodi Geomatik AG

Mehr erfahren »

Dr. Claudia Röösli

Swiss Space Center

Mehr erfahren »

Martin Rub

Geomatikingenieur ETH Projektleiter Ing.Vermessung

Mehr erfahren »

Maurizio Scaramuzza

Head DNS Expert Team bei Skyguide

Mehr erfahren »

Hannes Schneebeli

Leiter Infrastruktur Glattalbahn

Mehr erfahren »

Hanspeter Schlatter

Teamleiter bei der SBB-Infrastruktur

Mehr erfahren »

Dr. Fridolin Wicki

Direktor Bundesamt für Landestopografie

Mehr erfahren »