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Jobportraits

 

«I was looking for a course of studies that has something to do with mathematics, that is application-oriented, and where I have the chance to work outside the office.»

Director of the Federal Office of Topography swisstopo

(Kopie 1)

 

In 1990, DR. FRIDOLIN WICKI received the diploma as a land surveyor ETH (precedent of MSc ETH Geomatik-Ing.). As director of the Federal Office of Topography swisstopo (since 2014), his daily work schedule is dominated by executive functions. But thanks to his education he possesses the necessary know-how to at least ask the right questions and to be able to assess the answers. The interplay of administration and production, as well as the institution's pivotal position within the field of geoinformation, make his job an extremely fascinating and versatile one.

 

 

Interview im Detail

Was haben Sie letzte Woche in Ihrem Job gemacht? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Als Leiter eines Bundesamtes für Landestopografie swisstopo mit nahezu 400 Mitarbeitenden ist mein Arbeitsalltag sehr stark mit Führungsaufgaben ausgelastet. Jeder Tag ist anders und nur selten weiss ich am Morgen, was mich alles erwartet. Das Spektrum an Aufgaben ist enorm vielfältig und reicht von politischen, personellen, finanziellen bis zu technischen Fragestellungen. Oft fehlt mir leider die Zeit, mich vertieft mit fachlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Trotzdem erachte ich es als sehr grossen Vorteil, dass ich dank meiner Ausbildung das fachliche Knowhow mitbringe, um zumindest die richtigen Fragen stellen und die Antworten beurteilen zu können.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Was ist besonders interessant und spannend an Ihrem Beruf?
swisstopo ist als Bundesamt einerseits ein Verwaltungsbetrieb und dementsprechend eng mit der übrigen Verwaltung und dem parlamentarischen Prozess verbunden. In diesem Bereich ist swisstopo eine typische Verwaltungsstelle des Bundes mit spannenden Vollzugsaufgaben. Im Geoinformationsbereich der Schweiz nimmt swisstopo eine Schlüsselfunktion wahr und als Direktor swisstopo kann man verschiedene Entscheide in unserem Berufsumfeld sehr direkt beeinflussen.
Andererseits ist swisstopo ein Produktionsbetrieb. Die Fragestellungen in diesem Bereich sind eher betriebswirtschaftlicher Natur.
Dieses Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Produktion sowie die zentrale Stellung im Geoinformationsbereich machen meinen Beruf extrem spannend und vielfältig.

Was hat Sie dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen?
Als Kantonsschüler suchte ich ein Studium, das etwas mit Mathematik zu tun hat, das praxisorientiert ist und bei dem ich die Möglichkeit habe, auch ausserhalb des Büros tätig zu sein. Das Studium als Vermessungsingenieur an der ETH hat diese Bedürfnisse perfekt abgedeckt.

Wie sah Ihr bisheriger Werdegang in Ausbildung und Beruf aus ?

Ausbildung: 
1984 – 1990Studium an der ETH Zürich, Abschluss als dipl. Verm.-Ing. ETH

1992

Erwerb des eidg. Patentes als „Ingenieur-Geometer“

1998 Promotion zum Doktor der Techn. Wissenschaften an der ETH Zürich
2011 – 2013Executive Master in Public Administration an der Universität Bern

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind nach Ihrer Meinung hilfreich für den Ingenieurberuf?Ein Ingenieur zeichnet sich durch seine ausgeprägten analytischen Fähigkeiten und den Willen, Probleme zu lösen, aus. Er sollte gerne verhandeln und in der Lage sein, aus verschiedenen Standpunkten und Meinungen eine Synthese zu ziehen und Lösungen zu präsentieren. Zudem muss er offen sein für Neues, Freude haben an technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen, sich ständig weiterentwickeln.

Verraten Sie uns Ihr Motto/Lebensphilosophie? Ich habe kein eigentliches Lebensmotto. Am ehesten trifft auf mich zu, dass es sich lohnt, auch in vermeintlich schwierigen Situationen gelassen zu bleiben, einen Schritt zurück zu treten und die Ausgangslage aus einer gewissen Distanz zu beurteilen.

Nennen Sie bestimmte Meilensteine und Highlights in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn:
In meinem beruflichen Leben hatte ich eine Vielzahl von Highlights: Von Tests mit vollautomatischen Theodoliten zu wissenschaftlichen Untersuchungen im Bereich der robusten Statistik bis zur Leitung eines Gesetzgebungsprojektes oder eines Projektes zur Umstellung des Bezugsrahmens. Zudem sind viele Highlights eng verknüpft mit spannenden Bekanntschaften und faszinierenden Menschen, sei es aus dem beruflichen oder dem politischen Umfeld.

Welche Tipps geben Sie einer jungen Person, die/der sich für ein Geomatikstudium interessiert? Wer sich für Mathematik und Informatik interessiert und diese Wissenschaften in der Praxis anwenden möchte, der ist bei einem Geomatikstudium am richtigen Ort. Das Studium ist sehr breit und eröffnet vielfältige und faszinierende Berufsmöglichkeiten im In- und Ausland in einem Bereich, der sich ständig weiterentwickelt. 

Einige der absehbaren Entwicklungen wie virtual reality, selbstfahrende Autos, Energiewende usw. haben einen sehr engen Bezug zum Geoinformationsumfeld und damit zu unserem Beruf. Mit einem Geomatikstudium wird man zu einem Experten für sehr spannende, wichtige und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in einem enorm dynamischen, zukunftsgerichteten Umfeld.

All portraits:

Gabriel Flury

Geomatikingenieur Ingenieurvermessung

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Julian Daubrawa

Systems engineer in the navigation sector at EADS Astrium

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Frank Friesecke

Project manager at STEG Stadtentwicklung GmbH / Stuttgart

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Jan Lott

Applications engineer at Automated Precision Europe GmbH

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Dr. Matthias Neureither

Independent working publicly appointed geodetic surveyor

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Prof. Rudolf Staiger

Professor at the University of Applied Science in Bochum, faculty for surveying and geo-information

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Peter Scholl

Management of the office of surveying and Land Consolidation in the administrative district Böblingen (Baden-Württemberg)

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Prof. Theo Kötter

Professor at the institute of geodesy and geo-information (IGG) at the University Bonn

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Holger Hustedt

Network data management at Mainova AG which is the leading energy service provider for the Rhein-Main region.

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Jan Zimmermann

Application engineer for Leica Builder (Bautachymeter) at Leica Geosystems AG, Heerbrugg (Switzerland)

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Prof. Dr. Martina Klärle

Professor for land management in Frankfurt / Main

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Petra Beilhack

Surveying group manager at the rural surveying office Traunstein

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Stefan Osterwalder

Geometer und Geschäftsführer eines Ingenieurbüros

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Tanja Beck

Project manager at EADS Astrium in Munich

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Karin Reimers

Real Estate valuer in a company for real estate valuation

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